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»Meditation & Meer«

- Das Urlaubsseminar auf Korfu -

 07. -14. Mai 2022 | Arillas, Korfu    

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Meditation & Meer Mai 2022 Super Frühbucher

700Platz 1 - 15

Meditation & Meer Mai 2022 Frühbucher

770Platz 16-30

Meditation & Meer Mai 2022 Regulär

840Platz 31 - 45

Seminar Infos

»Meditation & Meer«

DAS URLAUBS-SEMINAR AUF KORFU

Das Highlight!

max. 45 Plätze!

07. -14. Mai 2022 

BUDDHA HALL, ARILLAS, KORFU, GRIECHENLAND
Laue Sommernächte unter südlichem Himmel, das warme türkies-blaue Meer und Menschen aus vielen Teilen der Welt, die sich hier zum Meditieren zusammenfinden und das Leben feiern.

Arillas auf Korfu ist wahrlich ein verzauberter Ort, umgeben von stillen Olivenhainen, traumhafter Natur und einem der schönsten Strände der Insel. Die drei spirituellen Zentren „Buddha Hall“, „Alexis Zorbas“ und „Ouranos Club“ sind Anziehungspunkt für Seminarleiter und Gruppen aus der ganzen Welt.

ZUM SEMINAR-THEMA:

Dieses Urlaubsseminar bietet viel mehr als nur ein paar schöne Tage Auszeit! Es vermittelt die Fähigkeit zur Meditation.

Meditation ist ein Zustand absoluter Klarheit, absoluter Gewissheit und tiefen Freude am Leben. Meditation lässt uns erkennen was zum jetzigen Zeitpunkt in unserem Leben wirklich wichtig ist, was wir ändern sollten und wie wir es angehen können.

Einen Tag lang werden wir über Hypnosetechniken diese positiven Inhalte im Unterbewusstsein verankern. Hypnose und Trance sind außerordentlich wirkungsvolle Wege um negative Prägungen der Vergangenheit durch positive zu ersetzen. Die Wirkung setzt unmittelbar ein und ist für jeden wahrnehmbar, denn die Inhalte unseres Unterbewusstseins steuern unsere Gedanken, unsere Gefühle, unser Verhalten. Sie entscheiden maßgeblich über Erfolg oder Misserfolg im Leben.

Diese Tage sind perfekt für einen Neubeginn, alle Spannungen, der Stress des Alltags verfliegt und selbst für die Dinge, die im Moment das Leben erschweren, finden sich großartige Lösungen.

Wir fühlen uns um Jahre verjüngt, haben die Akkus aufgeladen und blicken voller Zuversicht und mit ganz neuen Ideen und Möglichkeiten auf das, was nun vor uns liegt.Wir haben die Leichtigkeit und Unbeschwertheit zurück erlangt und mit der Fähigkeit zur Meditation ein Instrument, das uns in die Lage versetzt, auch in schwierigen Lebenssituationen eine Lösung zu finden..

Gönne dir dieses Erlebnis!

 

Bhudda

PREISE/ANMELDUNG/INFOS

Termin:

Urlaubswoche vom:
07. -14. Mai 2022

Seminar vom:

08. Mai 10:00 Uhr – 05. Mai 16:00 Uhr

Ort:  

Buddha Hall, Arillas, Korfu, Griechenland

 

PREISE:

Seminarpreis: 5 Tage Seminar

700€  Frühbucher für die ersten 15 Plätze statt 840€

 

Kosten für Verpflegung und Nutzung der Buddha-Hall 5 Tage a´ 42,-€.

(Vor Ort direkt im Office der Buddha Hall zu bezahlen)

Zimmer ab 25,-/DZ ab 35/EZ (Hotel-Tipps anfordern unter office@fredherbst.de)

Seminarleiter Fred Herbst | Telefon: +49 (0) 4168 900 310 |per Fax: 04168-900311 Mail: office@fredherbst.de

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Erlebnisbericht Korfu, Arillas 2016 

Ich habe Fred in Indien kennen gelernt und durfte einige Male mit ihm meditieren. Das Erleben war so tief, dass ich schon im März – noch in Kerala – innerlich sein Korfu-Seminar gebucht hatte 😉 

Mein “Lieblingsmensch” und ich buchten Arillas gemeinsam an einem lauen Sommerabend im Juli diesen Jahres. Und so landet unser Flieger am 8. Oktober um 8 Uhr morgens auf Korfu. Wir sind müde, an Schlaf war in der Nacht nicht zu denken. Es ist recht kühl und wolkig – dabei haben wir überwiegend Sommersachen im Gepäck. Nun ja.. 

Vor der Ankunftshalle werden wir von einem älteren, entspannt drein blickenden Herrn erwartet, der uns freundlich begrüßt und uns unseren Mietwagen übergibt. Ungewöhnlich, wie leicht und unkompliziert dies vonstattengeht. Er zeigt uns wo wir den Wagen eine Woche später wieder abstellen dürfen, ca. halb voll getankt und den Schlüssel einfach unter die Fußmatte des offenen Fahrzeugs.. Mmmh, wo ist der Haken 😉 

Auf der Fahrt nach Arillas ist es ziemlich windig, Sonne und Regen wechseln sich ab. Immer wieder rote Ampeln und langsame Fahrer nerven uns ein wenig. Zum Glück funktioniert das Navi und führt uns sicher in Richtung Arillas. Unser Kopf führt Regie: haben wir an alles gedacht? Bestimmt haben wir viel zu wenig warme Klamotten dabei! Wann müssen wir heute Abend nochmal wo sein…? 

Wir lauschen der angenehmen Musik der CD, die “wie von Zauberhand” schon im CD Player unseres Mietwagens liegt: Whisper / Passenger. Die stimmungsvolle Musik lässt uns durchatmen, entspannen und ist ein passender Begleiter für teils wunderschöne Ausblicke, die wir während der Fahrt von Ost nach West genießen. 

In dem kleinen Dörfchen Arillas werden wir von der Sonne und einigen Einheimischen empfangen, die uns vom Straßenrand aus freundlich zunicken. Nachdem wir unser Zimmer im Hotel Bardis bezogen haben, zieht es uns nach draußen. Das Hotel liegt nur ca. 50 m entfernt vom herrlichen, langen Strand. Wir genießen den Blick aufs Meer, alles duftet so wundervoll mediterran. Die Cafés entlang der Strandpromenade leiten zum Verweilen ein, doch es zieht uns weg vom Strand. Viel zu neugierig sind wir auf die Buddha Hall, unser Meditationszentrum, das laut Beschreibung außerhalb von Arillas auf einem bewaldeten Hügel liegt. Wir machen uns zu Fuß zu dem Ort auf, der uns in den kommenden 6 Tagen Großes spüren und erleben lassen wird.. Der Weg ist teils ziemlich steil, mal kühl und windig, dann wieder sonnig und heiß. Einmal müssen wir auch nach dem Weg fragen, hinter einer kleinen Kirche führt ein ganz schmaler Weg weiter zu unserem Ziel – diesen hätten wir beinahe verfehlt. Nach ca. 45 Minuten erreichen wir den letzten Anstieg. Ein kleines blaues Schild mit der Aufschrift “Buddha Hall” hängt an der Natursteinmauer und wir wissen, dass wir da sind. Bunte, tibetanische Fähnchen links und rechts des Weges führen uns weiter nach oben. Es ist sehr ruhig hier. Noch ein paar Treppenstufen und wir stehen direkt vor dem herrlichen Seminarraum, ein wahrer Kraftort, lichtvoll thront er über den Olivenwäldern, in einem wunderschönen Garten mit traumhaften Pool und liebevoller Bepflanzung. Traumhafte Ausblicke in jede Richtung. Es ist niemand da, nur eine kleine Katze sucht unsere Nähe, schmiegt vertrauensvoll ihr Köpfchen in meine Hand, möchte berührt und gestreichelt werden. Wie entspannt das Tierchen ist… liegt vielleicht an der wundervollen Energie dieses Ortes!? Wir sind gespannt und spazieren gemütlich wieder bergab in den Ort. 

Am Strand angekommen, ist schon fast Zeit für das gemeinsames Dinner mit der Gruppe. Um 19 Uhr treffen wir einen Teil der Gruppe im Restaurant “Graziela” direkt am Strand. Einige sind noch nicht dabei, befinden sich noch auf der Anreise. Mit Spannung, Neugier und Offenheit begegnen wir den Menschen, mit denen wir in den kommenden Tagen Besonderes erleben werden. Viele waren schon mal hier, oder haben schon andere Seminare mit Fred besucht. Eines vereint sie alle: ihre Augen strahlen voller Vorfreude. Wir beide als “Neulinge” können an dem Abend noch nicht im geringsten erahnen, was uns erwartet – eines aber ist sicher, die Spannung ist groß. Die ersten Gespräche an diesem Abend sind sehr herzlich und interessiert. 

“Was für angenehme Menschen” denke ich mir schon an diesem Abend. Bald überkommt uns alle die Müdigkeit und wir schlendern langsam die paar Schritte zu unsrem Hotel. 

Die Nacht fühlt sich kühl an, ohne Heizung, bedeckt nur mit einem leichten Bettlaken. Auch auf Korfu können die Nächte im Oktober schon recht kalt werden. Wir schlafen nur leicht, überraschenderweise gewittert es in der Nacht, donnert und blitzt. Was kündigt sich da wohl an..? 

Am nächsten Morgen treffen wir uns alle um 9 Uhr zum gemeinsamen Frühstück im wunderschönen Garten der Buddha Hall. Ein leckeres Buffet, liebevoll unter einer Pagode angerichtet, wartet auf uns. Es ist alles da, was das Herz begehrt: frisches Obst, kleingeschnitten, oder als ganze Frucht. Das frische Baguette ist noch warm, eingewickelt in Leinentücher – es duftet herrlich. Aromatische Tomaten leuchten rot neben weißen Schafskäse-Ecken. Warmer Getreidebrei, dazu Zimt und Honig – ja, ein wahrer Genuss. 

Die Natur beschenkt uns heute mit wieder sonnigem Wetter, auch wenn es etwas kühl ist und leicht bewölkt. Das Gras kühl und feucht, der Boden darunter lehmig und schwer.. Noch fühle ich mich etwas “verloren”, immer noch ahnungslos, was da wohl so auf uns zukommen wird. Ich unterhalte mich mit einer anderen Teilnehmerin, die seit einigen Wochen wegen Burnout nicht mehr arbeitet. Der starke Leistungsdruck im Vertrieb eines großen Unternehmens hat sie beinahe krank gemacht. Ich sehe eine so liebenswerte, starke Frau. Und wünsche mir für sie, dass sie ihre Leidenschaft (Kosmetik) mehr und mehr beruflich umsetzen kann. Wir unterhalten uns über Yoga, den Sinn des Lebens, innere Ruhe. Ein schöner Kontakt. Auch mit einer anderen Frau komme ich ins Gespräch. Sie strahlt sehr viel Lebensfreude aus, ist allein erziehende Mutter dreier Kinder. “Ganz nebenbei” auch noch selbstständige Unternehmerin. Sie sei sehr ungeduldig, verzettele sich viel zu oft und empfindet ihren Alltag als zunehmend kraftraubend. Sie ist nicht alleine hier – Peter begleitet sie. Beide haben sich erst vor kurzem kennen gelernt. Vielleicht möchten sie beide herausfinden, ob sie als Paar weiter durchs Leben gehen.. Ich freue mich besonders über eine weitere Begegnung. Max habe ich Anfang des Jahres auch in Indien kennen gelernt. Er war zur Ayurvedakur bei meinem Lehrer Vijay. Schon in Indien hatten wir sehr angenehme, offene Gespräche und teilten viele schöne Momente. Max` großartige Ruhe und Harmonie erden mich hier erneut, ein schönes Gefühl. Ihn begleiten schon seit einigen Jahren Geldsorgen. So gerne möchte er seiner Arbeit als Yogalehrer intensiver nachkommen und damit erfolgreich sein. 

Ja, ein schönes erstes Frühstück in wunderbarer Gesellschaft.. Aber so langsam breitet sich dann doch Ungeduld in mir aus. Wann sagt Fred endlich, dass es los geht?! Spüre, dass ich keine große Lust mehr auf Unterhalten und Frühstücken habe. Bin zu neugierig. 

Im nächsten Augenblick ruft uns Fred im Garten alle zusammen. Wir 28 Teilnehmer stehen alle mit Fred in einem engen Kreis zusammen, Arm in Arm. Fred begrüßt uns, ich spüre Verbindung, auch die Neugier der anderen, die Bereitschaft und Lust mich einzulassen, offen zu sein für das, was kommt. Dass jeder mit seinen ganz eigenen Themen hierher gekommen ist, ist schnell spürbar. Irgendwo in unserer Mitte höre ich schon jetzt Schluchzen, Weinen, tiefes Atmen. Ich blicke in geschlossene Augen, um meine dann auch zu schließen. Ich fühle.. genieße eine starke und gleichzeitig sanfte Hand auf meinem Rücken, spüre die Wärme der Personen um mich herum, lausche Freds Worten, atme tief ein und langsam wieder aus. In dem Moment fühle ich mich wohl und spüre, dass uns alle etwas Wundervolles vereint: die Offenheit für das, was eben nicht immer sichtbar ist. Ich bin erstaunt, manchmal bedarf es nur eines Wortes oder Teilsatzes von Fred und ich verspüre Gänsehaut, ein Schauern, oder auch Freude und Wärme im Brustraum. Seine Worte gehen tief, treffen was sich (noch) versteckt. Dass Fred ganz ohne Konzept hier ist, wie er selbst sagt, überrascht und fasziniert mich zugleich. Er vertraue zutiefst in etwas Größeres, das uns beschützt und den Verlauf des Seminars leiten möge. Ich vertraue und bin bereit. 

So starten wir in unseren ersten Seminartag. Wir sitzen im Kreis auf Meditationskissen, haben weiche Kissen zur Unterstützung unserer Knie. In der Mitte des Kreises stehen drei große, weiße Kerzen, die immerzu strahlen und uns mit ihrem Licht begleiten. Fred eröffnet das Seminar mit berührenden Worten und lädt uns ein, in diesen Tagen einfach ECHT zu sein. Wer sind wir wenn alle Hüllen fallen, wonach sehnt sich unsere Seele, was ist unser Auftrag in diesem Leben? Er kündigt große Kräfte an, die uns hier an diesem “verzauberten” Ort begleiten. Oh ja, sie sind wahrlich spürbar – die Kerzen flackern plötzlich wilder, dazu läutet die Kirchenglocke im Ort. Ich bekommen Gänsehaut, meine Finger kribbeln.. 

Wir sind zu Beginn viel in Bewegung und machen Übungen, die Vertrautheit untereinander schaffen. Darunter Erkenntnisse, die mich wahrlich rühren: welch wunderbare Wertschätzung erlebe ich, wenn mir ein Mensch seine volle Aufmerksamkeit schenkt. Langer Augenkontakt ist doch nicht so schwer wie ich dachte. Warum nehmen wir uns im Alltag eigentlich so wenig in den Arm? Wie schön es doch ist, wenn ein Mensch meine Nähe sucht.. 

Insgesamt fühle ich mich immer wohler und geborgener in der Gruppe – im Verlauf des Vormittags findet jeder seinen “Vertrauenspartner” für das Seminar. Die “Paare” entscheiden sich bewusst füreinander und bekunden, dass sie sich im Laufes des Seminars jederzeit einander anvertrauen können und füreinander da sind. 

Wir erleben dann die erste kraftvolle Meditation, die Fred mit berührenden, wahren Worten einleitet. Es ist eine Atemmeditation und ich kann nicht sagen wie lange wir praktizieren. Was ich erinnere ist, dass ich schon nach kurzer Zeit nicht mehr im Stande war meine Hände zu bewegen. Alles kribbelt, ich huste mehrmals, spüre, dass sich meine Bronchien und meine Kehle von etwas befreien wollen. Geballte Energie will durch meinen Körper strömen. Ich spüre, da sind Themen, die sie am freien Fluss hindern. Kann diese Themen noch nicht klar benennen, aber sie sind da. Irgendwo im Raum nehme ich lautes Weinen war, es schreit auch jemand.. Ich empfinde vielleicht so etwas wie Wut, Erschöpfung, Anstrengung, Schwere, aber auch Kraft. 

Die begleitende Musik wechselt von einer kraftvollen Theatralik hin zu einem heiteren, beschwingteren Rhythmus. Mir ist heiß, der Husten lässt nach, ich spüre wie meine Wangen feucht sind durch Tränen, die mir gelaufen sein müssen. Am Ende spüren wir nach. Ich möchte meinen wirklichen Themen Raum geben, will hinschauen weil ich verstanden habe: dahinter liegt Lösung. 

Wir kommen wieder im Kreis zusammen. Fred erläutert uns die fünf großen Lebensbereiche: 

Beruf/Berufung, Gesundheit, Finanzen, Wohnsituation, Sinn des Lebens… Und er sagt: “Es gibt immer eine Lösung”. Wir lauschen seinen Worten und ich bin ganz bei mir. 

Die Übungen gehen weiter, auch weitere kraftvolle Meditationen. 

Mein Innerstes spricht zu mir über meinen Körper: ich schwitze stark, spüre Gänsehaut Schübe, feuchte Augen, flache und dann wieder sehr tiefe Atmung, Momente der Dankbarkeit und tiefen Berührtheit, auch Traurigkeit macht sich breit, viele Fragen tauchen auf. In den Pausen suche ich anfangs eher die Einsamkeit, will nachspüren, bei mir sein. Kann kaum Worte finden für Prozesse, die in Wallung kommen. Ich ertappe meinen Verstand dabei, dass er gegensteuern will, die Kontrolle behalten will. Er will verstehen wo diese Empfindungen herkommen, was genau berührt mich hier so stark? Andererseits…ist das überhaupt wichtig? Ich möchte meinem Verstand nicht das Ruder zurückgeben, will im Fühlen bleiben, ich möchte diese Irritation zulassen. Einzelne Worte von Fred helfen mir: “Keep on going” oder “Kleines Ich sei ruhig, mein großes Ich möchte sprechen” oder “Ruhig… es läuft”. 

Ich erlebe bei den Anderen ähnliche innere Prozesse und spüre zunehmende Verbundenheit zu diesen großartigen Menschen. Mehr und mehr erfahren wir voneinander: da ist eine junge Frau, gemeinsam mit ihrem Partner. Beide strahlen soviel Liebe aus. Kurz vor der Reise hat sie die Diagnose einer schweren Krebs-Erkrankung bekommen. Ein Unternehmer aus Norddeutschland, der sich vollständig aus seinem Betrieb zurückziehen möchte, nachdem er sich seit nunmehr 30 Jahren so sehr dafür aufgerieben hat. Da ist eine quirlige Frohnatur, die das familiäre Hotelerbe ausgeschlagen hat, 

um fern ihrer Heimat, dafür in ihrer Traumstadt Hamburg, ein völlig neues Leben zu beginnen, unabhängig und frei. Ich bin gerührt von den vielfältigen Charakteren, ihren teils bewegenden Geschichten und freue mich für alle, die den Weg hierher gefunden haben. Uns allen wünsche ich Klarheit und Energie für was auch immer im Leben des einzelne anstehen möge. Ein jeder hat Kerzen dabei, auch Fotos von lieben Menschen. Wir zünden unsere Kerzen an und platzieren Sie rings herum auf den Fensterbänken. Die Energie innerhalb der Buddha Hall wird gefühlt immer stärker, wir kreieren gemeinsam einen wahren Kraftort. 

Draußen beginnt es zu brodeln, Gewitterwolken ziehen auf, der Wind treibt sie in den Nord-Westen von Korfu. Fred ermutigt uns in den Pausen immer wieder in den kalten Pool zu springen, “kaltes Wasser reinigt die Seele, warmes Wasser den Körper.” Einige folgen der Einladung adhoc, andere sind noch zögerlich, immerhin ist es wirklich kalt. Ich fasse mir ein Herz und springe in das kühle Nass, möchte erleben wie es sich anfühlt meine Seele zu reinigen. Es tut mir überraschend gut, fühlt sich so lebendig an. In der Kühle des Abends tauche ich unter und wieder auf. Da ist kein Handtuch, es ist nicht wichtig. Wir streifen die Feuchtigkeit mit unseren Händen von unseres kühlen Haut, wringen die Haare aus, schlüpfen in unsere Klamotten und sitzen Minuten später wieder zusammen in der Buddha Hall, blicken in die Kerzenflammen. Fred gelingt es auf wundervolle Art und Weise, die Energie und Begeisterung unglaublich hoch zu halten. Der Abend geht über in die Nacht, unser Seminar läuft weiter. Wir spüren die Kraft von Affirmationen, Singen heilbringende Mantren, beten, kommen über kräftige Atemtechniken in eine Art Trance und von hier aus immer tiefer an unseren wahren Kern. Emotionale Lieder, die unter die Haut gehen, unterstützen jegliche Prozesse, die Kerzen erleuchten weiter den Raum.. Hier empfindet keiner das Bedürfnis nach der Zeit zu fragen, wir wollen nicht raus aus dem Erleben. Immer wieder die Begegnung im Kreis mit der Gruppe, wir fassen uns an den Händen, lauschen ergreifenden Liedern, trösten uns und lachen miteinander. Wahnsinnig viel löst sich, möchte raus, die Energie bahnt sich kraftvoll ihren Weg in alle Zellen, durchströmt meinen Geist. Alles darf sein. Irgendwann fahren wir dann doch in unser Hotel, wann genau, kann ich nicht sagen. Es muss um Mitternacht gewesen sein. 

Ich bin erschöpft und dennoch schlafe ich sehr unruhig. Irgendetwas in meinem Innern ist in Bewegung gekommen und lässt sich nicht so einfach wieder beruhigen. Das Gewitter, das in der Nacht draußen tobt, über Stunden, ist eines der heftigsten Gewitter, an die ich mich erinnern kann. Das kann kein Zufall sein. Heute haben wir Großens bewirkt – die Energie war so geballt, was für eine Kraft. Das Universum ist bei uns, wie im Innen, so im Außen. Alles ist mit allem verbunden. Unser Zimmer ist kalt, immer wieder taghell beleuchtet durch die Blitze, immer wieder ohrenbetäubender Lärm durch das heftige Donnern, über Stunden. Die Kraft der Natur ist schonungslos spürbar, es brodelt.. Prozesse sind in Gang, ich will mich einlassen, auf den Zauber des Universums vertrauen, alles darf kommen! 

Am nächsten Morgen begleitet uns starker Regen hinauf zur Buddha Hall. Wir sind hellwach, von Müdigkeit keine Spur, trotz wenig Schlaf. Es ist kalt, die Straßen teilweise schlammbedeckt vom Lehm und der Erde, die das Wasser von den Hügeln abgetragen hat. Der Seminartag heute startet noch vor dem Frühstück kraftvoll, mit einer physisch sehr fordernden Meditation zu lauter Musik. Ich schwitze – der kraftvolle, starke Teil in mir, der sich durchbeißen möchte, macht sich bemerkbar. Ich bin so stark, aber oftmals doch schwach.. Jemand neben mir weint. Mich fröstelt beim anschließenden Frühstück, ich bin irritiert. Mein Verstand will Regie führen, noch nicht so richtig loslassen. Auch mein Körper hält fest, kann auch nicht loslassen. Schon der 4. Tag in Folge ohne Stuhlgang. Ich fühle mich schwer, nicht in meiner Mitte. Ich erinnere Freds Worte, als er uns anfangs ankündigte, dass der Weg ins Licht durch die Dunkelheit führt. Alles zeigt sich, auch tief verborgene Schatten, die wir über Jahre “erfolgreich” nicht beachtet haben. Die Meditationen, Partnerübungen und Gespräche im weiteren Tagesverlauf gehen tief. Es fließen viele Tränen, ich blicke in dankbare Gesichter, sehe aber auch viel Irritation, viel Traurigkeit. Die Fassaden fallen zunehmend. Für eine Übung am heutigen Vormittag bin ich sehr dankbar. Es ist eine Zweierübung, wo nur einer spricht – der andere hört nur zu. Ich habe mit Martin aus Berlin einen wundervollen Partner an meiner Seite, der mir Raum gibt und zuhört, was mich bisher während des Seminars am meisten bewegt. Ich bin überrascht wie klar ich mich plötzlich benenne, ich rede mir alles von der Seele, blicke in die liebevollen Augen meines Zuhörers und spüre Erleichterung. Mit der Sprache kommt die Klarheit und gleichzeitig das Annehmen von dem was gerade ist. Alles darf sein. Ich fühle mich verbunden und geliebt. Mir kommen die Tränen vor Rührung, wir umarmen uns einfach, was unglaublich gut tut. Da ist das Gefühl, dass wir alle genauso, wie wir sind perfekt sind, wunderschön und liebenswert. Je echter, umso schöner & strahlender. 

Die Bäder im Pool nehmen zu. Unsere Seelen sehnen sich regelrecht danach. Es ist noch immer kalt und dennoch, mit zunehmender Bereitschaft suchen wir das kühle Nass, reinigen unsere Seelen, immer und immer wieder. Es fühlt sich so lebendig an, ich spüre mich nochmal intensiver im kühlen Wasser.. Erst am Nachmittag wird uns so richtig bewusst, was das Unwetter in Arillas in den letzten Stunden angerichtet hat. Der Ortskern ist unpassierbar, eine Brücke am Strand wurde komplett weggerissen. Wir haben wahrlich große Kräfte gerufen. Und ich weiß es sind wundervolle Kräfte – sie sind gekommen, damit wir erkennen und erwachen. Ich vertraue. Trotz allem ist die Natur noch immer so prachtvoll – das herrliche Meer, das sich uns gewaltig und tosend präsentiert. Die kraftvollen Olivenwälder, ohne Sonne sehr dunkel und dennoch haben sie stets etwas Majestätisches und symbolisieren für mich Weisheit. 

In unserer Mittagspause sehne ich mich nach Zweisamkeit. Mein Freund und ich fahren auf einen benachbarten Gipfel und laufen von dort aus einen kleinen Trampelpfad hinunter Richtung Meer. Von den starken Regenfällen ist er ganz rutschig. Meine Flip Flops sammeln den Lehm und Schlamm, ich kann sie kaum mehr lösen. Auf dem Rückweg ziehe ich die feste, klebrige Masse mit mir den Berg hoch.. Möchte meine Schuhe gerne reinigen, loslassen, mich befreien, will Leichtigkeit und Freude! Ich ziehe sie einfach aus, wie herrlich.. Erleichterung. “Mal wieder eine passende Metapher”, denke ich mir : ) 

Am Nachmittag wird es ganz langsam wieder freundlicher am Himmel, ab und an zeigt sich sogar die Sonne. Fred erklärt uns, dass das Thema des heutigen Tages die Liebe ist, insbesondere die Selbstliebe. Was können wir schon bewegen, wenn es uns daran mangelt? Fred zeigt uns Techniken, die das Herz Chakra ansprechen, wenn wir bereit sind. Hier, in unserer Körpermitte, sitzt neben der Liebe auch die Freude. Wir integrieren Aura Soma Essenzen, die unsere Aura reinigen und auf die Meditationen vorbereiten. Durch die Übungen und großartigen Meditationstechniken erwächst heute in mir ein Gefühl der liebevollen Achtung meiner Selbst, meine große Lust nur auf das zu hören was ich wirklich, wirklich tun möchte. Ich möchte zutiefst respektvoll mit meinen Bedürfnissen umgehen, aufrichtig mir selbst und damit auch anderen gegenüber sein. Ich liebe mich, möchte mir Gutes tun. Auch spüre ich nochmal tiefere Verbundenheit oder sogar Liebe innerhalb der Gruppe. Ich stelle fest wie gut und gerne ich mit anderen sein kann, während ich zeitgleich doch ganz bei mir bin, vollkommen in meiner Mitte. Kontakt fühlt sich plötzlich so herrlich leicht an. Es überrascht mich etwas, wie viel Freude es mir macht, mich anderen lieben Menschen einfach anzuvertrauen, mich mitzuteilen, ganz echt und unverfälscht. Da ist keine Kontrolle mehr, kein Verdrängen, kein Vortäuschen von etwas, das nicht ist. So wie sich die Natur in den letzten Tagen befreit hat von Überflüssigem, so fühle ich mich befreit von unbrauchbarer Fassade, von hinderlichen Glaubenssätzen, von Ballast, ja, ich möchte loslassen. Ich fühle mich getragen von der Liebe und Vertrautheit der wundervollen Menschen, die diese Tage mit mir teilen. Und wir alle werden getragen von einer großen, gütigen Kraft, die alles lenkt und alles mit allem verbindet. Ich fühle mich frei, genieße die Nähe, die echten Gespräche, tiefe Augenkontakte und herzliche Umarmungen. Am Abend überrascht uns Fred mit einer Mumiah Zeremonie – so wie wir die nächste Stunde verbringen, so wird unser Leben sich bis Ende des Jahres anfühlen. Wonach verlangt es mir gerade? Ich spüre wieviel Druck plötzlich in mir aufsteigt, mein Jahr soll bitte noch schön werden 😉 Ich schließe die Augen und spüre in mich hinein. Gerade möchte ich lieber alleine sein, nur mit mir. Ich verlasse den Raum, gehe instinktiv alleine auf die schöne Yogaplattform am Rande des Olivenwaldes – hier stand ich am Anreisetag schon mal und war fasziniert von diesem Kraftort. 

Blicke in die dunklen Äste und Stämme der majestätischen Bäume. Ich atme tief ein und höre den Ruf des Meeres, das für mich sinnbildlich für Freiheit steht. Dort lande ich dann auch – auf dem Weg zum Auto treffe ich Frank und wir fahren spontan gemeinsam in der dunklen, regnerischen Nacht runter zum Strand. Wir sitzen auf einer Bank am Ende eines Stegs, der ins Meer führt. Die Wellen umspülen uns regelrecht – wir beobachten ihr Kommen und Gehen. Das Meer ist einfach nur da, echt & unverfälscht, heute aufgewühlt und morgen vielleicht wieder ganz sanft. Hier sitzen wir und haben wundervolle Gespräche, über unsere Wünsche, unsere Gefühle, unsere Leben. Über uns der Mond, um uns herum die Wellen des Meeres, es beginnt zu regnen, eine besondere Nacht. Wir vergessen die Zeit und fahren irgendwann zurück zur Buddha Hall. Welch überraschende Stunde liegt hinter mir, abseits vom “Mainstream”, ohne Plan und doch wundervoll, anfangs allein, dann doch gemeinsam. Das Jahr wird also noch wundervoll, vielleicht mit vielen Überraschungsmomenten, aber so ist mein Leben, am Ende wird alles gut! Ich möchte einfach nur bei mir sein, tun wonach mir verlangt, dann wird es großartig. Eine schöne Erkenntnis! 

Am nächsten Morgen fühle ich mich frei und leicht. Mein Körper lässt ebenfalls los, befreit sich von endlich Verdautem, auch meine Regel setzt überraschend ein – ich genieße es meinen Körper so achtsam zu spüren, fühle mich im harmonischen Einklang mit dem Universum. Herrlich! 

An diesem Morgen richten wir uns zur Meditation alle zur hin Sonne aus. Wieder nutzen wir eine kraftvoll rhythmische Atemtechnik, um die Meditation zu unterstützen. Ich spüre die Wärme der Sonne in meinem Gesicht, eine überraschend Leichtigkeit im ganzen Körper. Rechts vor mir sitzt mein liebevoller Mumiah Begleiter und beginnt plötzlich laut zu lachen. Ich spüre eine große Befreiung, soviel Lebensfreude und das Lachen überkommt auch mich. Wo ich auch hinspüre, da ist kein schmerzendes Thema mehr, nichts mehr was “piekt” oder sich nicht ganz rund anfühlt. Ich bin so glücklich und vollends beseelt mit mir und der Welt. Die nun spürbare Energie ist mit Worten kaum zu beschreiben. Der Raum erstrahlt nicht nur durch die Sonne, sondern nochmal mehr durch uns alle. Was ein “Finale”! 

Heute sehnen sich gefühlt alle nach Verbindung, wir suchen einander, sind verbunden. Ich spüre die Freude mich klar zu benennen, tanze in der Mitte, liebe die Präsenz. Meine weiche, verführerische Seite möchte sich zeigen, ich tanze sinnlich und eng mit den anderen, spüre soviel Verbundenheit. Ich möchte geben und freue mich soviel zurück zu bekommen. Fühle mich sehr, sehr glücklich. Mehrmals zieht es mich in den Pool, ich genieße das kühle, frische Wasser, der Himmel erstrahlt im schönsten Blau, die Sonne lacht dazu. Wir genießen weite Blicke runter ins Tal übers Meer und hoch zu den Waldgipfeln. Kann es noch besser kommen? 

Ja… unser letzter Tag in der Buddha Hall – ich sehe nur schöne, strahlende, liebevolle Menschen um mich herum. Zwei Menschen haben sich “gefunden” und werden dieses Seminar als Paar verlassen. Sie haben zusammen im Freien, in einer Art Baumhaus übernachtet. Die anderen Teilnehmer haben den beiden liebevoll ein Frühstück “ans Bett” gebracht. Jeder ist jedem ein Geschenk, wir sind verzaubert und doch ganz echt. Ich bin gerührt von der jungen Frau, die trotz ihrer Krebs Diagnose so strahlend schön, glücklich, voller Zuversicht und mit liebendem Partner an ihrer Seite in die Zukunft blickt. Kein Zweifel, dass alles gut ausgeht. 

Einfach Ich selbst zu sein, das war mein – vielleicht überraschendes – Thema und es fühlt sich großartig an dies genauso leben zu können. Ich kann meine zurückliegende “Angst vor Ablehnung” und den Druck “anderen immer gerecht werden zu müssen” fast nicht mehr nachempfinden. Die anderen spiegeln mir diesen Zauber. Jeder genießt und freut sich mit den anderen. Einige bringen Herzensthemen auf den Weg – so drehen wir zu viert ein wunderschönes Yoga-Video in der Buddha Hall, um es bald in die Welt zu tragen. Ich verteile mit Stolz und großer Freude meine neuen Visitenkarten, um meine Ayurveda Praxis zu teilen. Ich sehe Bilder, finde Antworten und höre Inspirationen lieber Menschen. Ein Geschenk! 

Die Buddha Hall erstrahlt heute noch viel schöner, der Blick ist offen für die kleinen Wunder: eine Ameisenstraße – die kleine Tierchen arbeiten emsig für eine gemeinsame Vision, die kleine weiße Kapelle ist ein Ruf an mich auf den Jakobsweg, die Natur erwartet mich zum Wandern mit Menschen, der selig blickende Buddha erdet mich und erinnert mich liebevoll daran, immer wieder meine Mitte zu spüren, nicht ungeduldig zu sein und die tiefe Liebe zu mir selbst zu bewahren. Die kleine Katze ist unter uns, schläft beseelt in der Sonne und schmiegt ab und an ihr Köpfchen in die offenen Hände.. Sie IST. 

Am Abend pilgern wir, jeder für sich und doch als Einheit, zu einer kleinen Kapelle oberhalb des Meeres. Mein Lieblingsmensch an meiner Seite, ich in seinem Arm, eine wohlige Wärme breitet sich in mir aus, so schön zu lieben und geliebt zu werden. Ich bin dankbar, dass wir diese Woche gemeinsam erlebt haben, ganz Großes miteinander teilen, uns so nah sind. Es ist keine Wolke am Himmel, der fast volle Mond erleuchtet uns den Weg. Soviel Magie & Zauber – ich empfinde eine tiefe Dankbarkeit für dieses großartige, bunte Leben voller Lachen, Licht und Liebe! Für die Verbindung mit großartigen Menschen, die mein Leben schon heute wahrlich bereichern. Da ist ein Gefühl der zweiten Heimat – Arillas, ich komme wieder ☺☺ 

Auf der Fahrt zum Flughafen überholen uns LKW und Zweiräder. Der 4. und 5. Gang erscheint uns völlig überflüssig, wir lächeln und lauschen Passenger, Whisper…. 

by Marina : )